BARF - Biologisch artgerechte rohe Fütterung

Gleich vorab: meine Hunde werden gebarft, komplett. Anfangs habe ich das sogenannte Halb-barfen vollzogen, auf welches ich noch näher eingehen werde.

Als Leckerli gibt es auch mal Trockenfutter, jedoch macht dies wirklich einen geringen Teil aus.

Ich selber hatte auch Bedenken, bin jedoch nach und nach dem Barfen näher gekommen und durch Krankheit meiner Hündin habe ich dann den Entschluss gefasst, komplett zu barfen. Und ich kann wirklich 100%-ig behaupten: ich habe es keine Sekunde bereut.

Gerade mein kleiner Mops hat sich dadurch sehr zum positiven verändert, er hatte schon immer weiches glänzendes Fell, doch seit der Umstellung wurde ich ständig gefragt, mit welch tollem Shampoo ich ihn denn gebadet habe, er wäre noch weicher als sonst.

Auch kenne ich von meinen Hunde weder glanzloses noch speckiges, fettiges Fell. Das Haaren beschränkt sich bei meinem Mops wirklich auf zwei mal jährlich, meine Hündin haart rassebedingt immer etwas, jedoch deutlich weniger als zuvor.

Trotz meiner Überzeugung und Begeisterung für’s Barfen habe ich Verständnis, wenn jemand sich aus welchen Gründen auch immer nicht daran trauen mag und außerdem sei dazu gesagt: BARF ist kein Allheilmittel und wird auch nicht von jedem Hund vertragen.

 

Es gibt regelrechte Barf-Fanatiker, die eine Wissenschaft daraus machen. Man kann es, wie mit allem, deutlich übertreiben. Wilde Tabellen mit jeder Menge Zahlen, dass einem schwindelig wird, braucht man meiner Meinung nach nicht. Ich betreibe keine Wissenschaft um die Ernährung meiner Hunde, trotzdem sind sie gesund (was regelmäßige Blutuntersuchungen bestätigen), haben weiches, glänzendes Fell und keinen übermäßigen Eigengeruch.

Das einzigste, was meiner Meinung nach errechnet werden sollte, ist der Calcium-Bedarf. Da ist ein zu wenig genau so schädlich wie ein zu viel, jedoch stirbt kein Hund wenn er mal etwas über dem Bedarf liegt und dann wieder etwas drunter.

Generell kann man sagen, dass Hunde nicht täglich alle Nährstoffe brauchen. Der Körper sucht sich all das, was er benötigt, über einen Zeitraum von mehreren Wochen zusammen.

Aus diesem Grund brauchen Sie keine Angst haben, wenn Sie mal etwas vergessen.

Es ist völlig ausreichend, wenn man bei erwachsenen Hunden das Calcium auf ein oder zwei Tage in der Woche aufteilt. Bei Welpen sollte man jedoch ruhig täglich Calcium füttern.

Es gibt verschiedene Wege der Calciumversorgung.

Der natürlichste sind Knochen. Knochen sollten immer roh verfüttert werden, in gekochtem Zustand können sie splittern und zu schlimmen Verletzungen führen. Gerade bei ungeübten Hunden sollte man immer Knochen mit einem Fleischanteil verfüttern, um Verstopfungen zu vermeiden. Außerdem langsam anfangen und schauen, wie der Hund Knochen verträgt, weiß gefärbter Kot ist unproblematisch, jedoch sind Verstopfungen lebensbedrohlich und bedarfen tierärztlicher Behandlung.

Sollte man auf Nummer sicher gehen wollen, kann man getrost auf Knochen verzichten und stattdessen zur Calciumversorgung Calciumcitrat oder Algenkalk geben.

 

Ansonsten braucht man nicht viel zum BARFEN, hier eine kleine Liste:

Fleisch: ca 2-3x wöchentlich Pansen oder Blättermagen, 2-3x wöchentlich Muskelfleisch, 1x wöchentlich Knochen und /oder Innereien. Innereien sollten max 1x wöchentlich gegeben werden und dann bitte darauf achten, dass nicht zu viel Leber enthalten ist, auch Fisch ist gern gesehen auf dem hündischen Speiseplan und sehr gesund

Gemüse: entweder man füttert getrocknete Gemüseflocken und weicht diese in heißem Wasser ein, oder man füttert frisches Gemüse. Dies sollte dann aber püriert werden, da Hunde aufgrund ihrer Darmflora nicht in der Lage sind die Zellwände aufzuspalten und alle wichtigen Nährstoffe herauszufiltern

Gemüse sollte ca 2x wöchentlich gegeben werden, jedoch braucht man zu einer Pansen/Blättermagen-Mahlzeit kein Gemüse zugeben, da in Mägen immer Futterreste enthalten sind, die den pflanzlichen Teil der Nahrung darstellen. Ich füttere Gemüse gern mit Innereien, Hühnerhälsen oder Muskelfleisch.

Bei übergewichtigen Hunden kann man den Gemüseanteil natürlich erhöhen oder auch mal eine reine Gemüsemahlzeit geben.

Mengenmäßig rechnet man ca 2-3% des Körpergewichts des Hundes, davon sollten ca 70% Fleisch und 30% Gemüse sein. Dies ist jedoch nur ein Richtwert und von vielen Faktoren abhängig.

 

Öl: Ein Löffelchen gutes, kaltgepresstes Öl sollte täglich ins Futter gegeben werden, geeignet sind: Leinöl, Lachsöl, Hanföl, Schwarkümmelöl, Nachtkerzenöl,

 

Ich persönlich füge dann noch täglich etwas Bierhefe dazu, diese ist aufgrund ihres hohen Vitamin-B-Gehaltes gut für die Verdauung und hat einen positiven Einfluss auf Haut und Haar, und 1-2x wöchentlich (im Fellwechsel täglich) See- oder Meeresalgen, diese sind ebenfalls gut für’s Fell sowie die Pigmentierung, jedoch sollte man bei Hunden mit Schilddrüsenüberfunktion aufgrund des hohen Jodgehaltes darauf verzichten.

 

Das war’s es dann eigentlich schon, mehr braucht es nicht.

Sie sehen, solch eine große Wissenschaft ist das Barfen gar nicht.

 

Gerne stelle ich Ihnen auch einen Ernährungsplan zusammen. Dieser zeigt Ihnen genau was wann gefüttert werden soll und gibt Ihnen Sicherheit. Und nach ein paar Wochen schleicht sich immer eine gewisse Routine eine und man merkt, dass es eigentlich ganz einfach ist.

Auch der Zeitfaktor wird häufig als Gegenargument angegeben. Ich kann jedoch versichern:

Innerhalb von drei Minuten habe ich die „Menüs“ für meine beiden Hunde fertig. Außerdem macht es Spaß, die Mahlzeiten zuzubereiten und ich weiß genau, was mein Hund im Napf hat.

 

Nun zum Halb-Barfen:

Beim sogenannten Halb-Barfen wird sowohl Barf als auch Trockenfutter gefüttert. Generell ist gegen diese Methode nichts einzuwenden, jedoch sollte man niemals Fleisch und Trockenfutter mischen, da beides unterschiedliche Verdauungszeiten hat und dies dann zu starken Verdauungsproblemen führen kann.

Aus diesem Grund sollte man (was ich generell befürworte) zwei Mahlzeiten füttern, eine Trockenfutter-Mahlzeit und eine Fleisch-Mahlzeit. Hierbei sollten die  Calciumgaben reduziert werden, da ein Teil des Calciumbedarfs über das Trockenfutter gedeckt wird.

Zum Halb-Barfen ist kaltgepresstes Trockenfutter besonders empfehlenswert, da dieses in Bezug auf die Verdauung dem Rohfleisch am ähnlichsten ist.

 

NEWS

Vom 11.08. bis einschließlich 17.08.14 können keine Abholungen stattfinden. Der Versand läuft allerdings ohne Unterbrechung weiter.

 

 

 

 

 

 

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Kleintierpraxis Andreas Küster,

Großhorst 22, 30916 Isernhagen

(nach vorheriger Vereinbarung)


 

 

letzte Aktualisierung: 17.06.2014 

 

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